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Die eigentliche Gründung des FDDK e.V. fand im März 2011, bereits einige Monate vor dessen Eintragung, statt. Anlass dafür waren die Ereignisse und Begebenheiten, die sich in den voran gegangenen Monaten seit Dezember 2010 im Rahmen der durchaus überraschend erfolgreich verlaufenen Projektentwicklung im Auftrag der kommunalen Stadtentwicklungsgesellschaft STESAD GmbH zum Kulturkraftwerk Dresden zugetragen haben. Dadurch und dabei haben sich alle Protagonisten des daraus hervorgegangenen Nutzungsentwurfes (Dresdens K‑Frage) persönlich kennengelernt.

Bis heute wird diese Idee durch ein stetig wachsendes und weit verzweigtes Netzwerk von Unterstützern durch vielfältige Teilhabe weiterentwickelt und vorangetrieben.

Doch auch wenn es die Idee des Kulturkraftwerkes Dresden war, die alle geeint hat – Jeder, ob als Interessensvertreter der Kunst, kultureller Einrichtungen, der Wirtschaft, der Kommune, des Landes hat seine eigene Vorgeschichte und seine eigenen Erfahrungen im Zusammenspiel und dem daraus entstandenen Verhältnis mit der Stadt Dresden gesammelt. So sind es vielfältige Gründe und Richtungen, die diesen bis heute aktiven und lebendigen Personenkreis zusammengeführt haben.

Während sich für viele Vertreter etablierter Kunst- und Kultureinrichtungen mit der Verwirklichung einer als Kulturkraftwerk Dresden identifizierbaren Nutzungsidee für das Areal des ehemaligen Kraftwerk Dresden Mitte und auch die Dresdner sowie deren Gäste eine in dieser Art nicht so bald wiederkehrenden Gelegenheit ergibt, dem Zusammenleben und damit unserer Kultur neue Aspekte zu verleihen, liegt der Grund für der Ursprung für die Zusammenarbeit an diesem wunderbaren Projekt für Einige an einem ganz anderen Ort: In „Ostralien“ – besser gesagt dem, was dort sein könnte, aber nicht ist.

Anders als das Kulturkraftwerk als öffentlicher Ort der Erlebens, der Unterhaltung, der Präsentation und des Konsums kultureller und künstlerischer Angebote meint Ostralien einen nicht ganz so öffentlichen, anders belebten und gelebeten Ort des Schaffens, der Kreation, des Neuen. Einen immer unfertigen, sich veränderden Ort, an dem Kreative und Künstler, Forscher und Wissenschaftler Zeit, Raum und Möglichkeiten finden und erhalten, aus der Unmenge an Ideen und Entwicklungen, die das Zeitgenössische Dresdens heute hat, unsere Zukunft entwickeln zu können, Produkte zu schaffen, diese zu vermarkten und nachhaltige Wertschöpfungsketten im Sinne der Forschung und Entwicklung und ebenso für die Kunst zu generieren.

Denn genau das ist, worin aus unserer Sicht das große Problem dieser Stadt besteht: Wir verstehen nicht und machen nichts aus dem, was wir haben.

Die Erkenntnis, dass wir als Stadt ein wie auch immer genanntes „Ostralien“ brauchen, um auch noch nach dem Ende der Fördergeldperioden die heute scheinbare Eigenständigkeit des Standortes zu be- und erhalten, gab es weit vor der Vereinsgründung – aus diesem Grund finden sich unter den hier zur Verfügung gestellten Ausarbeitungen auch einige zu diesem Thema.