Orte

Zu fragen, an welchen Orte in Dresden Kunst zu finden sein sollte, wäre ein Paradox und ist daher unmöglich.
Vielmehr müsste darüber diskutiert werden, wo in Dresden keine Kunst zu finden sein darf. Dresden, eine Stadt, deren Ursprung, Identität und Sein von der Kunst erfüllt und geprägt und dadurch erschaffen wurde, ist daher in erster Linie als ein Gesamtkunstwerk in Form einer Kunstsammlung zu verstehen.
Wer das als Dresdner vergisst, negiert seine eigene Existenz, daran sollten wir uns bei jeder Gelegenheit erinnern.
Die Richtline der Landeshauptstadt Dresden "Kunst im öffentlichen Raum" vom 25. Mai 2000 zeigt zumindest um das Wissen dieser Zusammenhänge. Die Ignoranz dieser Richtlinie, nach der mindestens 1% aller Mittel für Hochbaumaßnahmen der Landeshauptstadt Dresden Projekten zugutekommen sollen, “die eine dauernde künstlerische Wirkung im Stadtgebiet entfalten”, macht jedoch deutlich, dass weiterer Aufklärungsbedarf und die Notwendigkeit der breiten Unterstützung aus allen Teilen Dresdens besteht.

Unsere eigenen Aktivitäten sind derzeit auf zwei Stadtteile konzentriert: die Wilsdruffer Vorstadt (Kunst- und Musikviertel) und das Ostragehege (Ostralien). Obwohl sich diese Gebiete in ihrem Merkmalen und Besonderheiten sowie durch die jeweils daran geknüfte Aufgabenstellung grundlegend unterscheiden, sind beide Segmente heute wesentliche Elemente des Kulturstandort- und Kreativwirtschafts-Entwicklungsprozesses den die Landeshauptstadt Dresden aktuell durchläuft.
Während das weitläufige, kaum besiedelte und etwas außerhalb des Dresdner Stadtzentrums liegende Ostragehege besonders von Künstlern und Kreativen als Schaffens- und Entwicklungsraum entdeckt wurde, bietet die Wilsdruffer Vorstadt exzellente Möglichkeiten, die Innenstadt Dresdens mit den anstehenden Ansiedlungen von Kultur- und Unterhaltungsangeboten räumliche und inhaltliche zu erweitern und damit selbst eine Wandlung zum aktiven Teil der Innenstadt zu erleben.

Das Kunst- und Musikviertel

Wie viele gute Ideen ist auch die eines Musikerviertels nicht neu. Die zur Ausgestaltung bereits zahlreich angestellten Untersuchungen und vorhandenen Ideen könnten nun endlich durch die in Aussicht stehende Umsetzung des Kulturkraftwerkes und weiterer Projekte im Quartier verwirklicht werden – auch hier können also Gedanken zu Materie werden.

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Ostralien

Während die Vorteile der Inhalte von Kulturkraftwerk und Kunst- und Musikviertel durchaus von den meisten Menschen mitgetragen werden und verstanden werden, wird es die nunmehr auch schon fast fünf Jahre alte Idee von “Ostralien” als kreativer Schaffensraum sicher nicht so einfach haben.

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