KulturKraftWerk

„Kultur im Kraftwerk! Jetzt!“

Auslöser und Notwendigkeiten zur Rettung und Neubelebung des ehemaligen Kraftwerksareals Dresden Mitte gab es schon vor dessen Stilllegung im Jahr 1994 und auch darüber hinaus in vielfältiger Art und Weise. So war bereits 1991 in einer vom DREWAG Vorgänger ESAG vorgestellten, noch mit Schreibmaschine und Blaupapier geschriebenen Nutzungsstudie von der Installation einer „Europäischen Werkstatt für Kunst und Kultur“ auf dem Areal und in den Gebäuden die Rede. Im gleichen Jahr nahmen auch die Planungen für den zwei Jahre später begonnenen Umbau der „Bankside Power Station“ in London zur „Tate Modern“ ihren Anfang.
Nachdem inzwischen digitale Medien Einzug gehalten, Schreibmaschine und Blaupapier schon längst verdrängt sind und auch die „Tate Modern“ in London inzwischen schon 12 Jahre geöffnet ist, hat sich auf dem ehemaligen Kraftwerksareal in puncto Kunst und Kultur nichts getan.
Das inzwischen abgerissene Kesselhaus ermöglicht heute zwar die Chance, Dresden an dieser Stelle mit einem wegweisenden Ergänzungsneubau für die Spielstätten von Staatsoperette Dresden und Theater Junge Generation zu bereichern – mehr als schmerzlich bleibt der Verlust des nicht erhaltenen Bauwerkes jedoch allemal.
Nach Aussage des Intendanten der Staatsoperette Dresden, Herrn Wolfgang Schaller, standen Dresden und die Staatsoperette einer tatsächlichen Verwirklichung der oft gehegten Umzugs- und Neubaupläne an dieser Stelle noch nie so nahe, wie aktuell – keine sechs Tage sind es noch und es könnte endlich so weit sein.
Denn Etwas ist beim derzeitigen Ansatz anders, als bei den vorangegangenen Versuchen: Es gibt nicht nur die Idee, die beiden städtischen Theaterbetriebe hier anzusiedeln, sondern darüber hinaus auch ernsthafte, Nutzungsideen mit bildendem und kulturellem Hintergrund und dazu gehörige, ebenso ernst zu nehmende Finanzierungsvorschläge.
So erklärt die Hochschule für Musik bereits seit Monaten ihr Interesse, die Stadt Dresden durch die Erweiterung der eigenen Hochschulräumlichkeiten auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerksareals bei diesem Großvorhaben finanziell und inhaltlich zu unterstützen. Aus dieser Idee ist auch der Ansatz eines Musikcampus entstanden.

Sowohl im Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem die Hochschule für Musik angeschlossen ist, als auch der landeseigenen Immobilientochter SIB laufen bereits konkrete Vorbereitungen und Planungen. Allerdings finden diese Planungen bisher zum großen Unverständnis vieler Beteiligter völlig unbeachtet von denen der kommunalen Planungsbehörden statt, schlimmer noch – diese mehrfach vorgetragenenen Informationen werden ignoriert. Der Rektor der Hochschule für Musik, Prof. Ekkehard Klemm, wartet seit Monaten darauf, seine Ideen in den geplanten Ausbau der Wilsdruffer Vorstadt zum Kunst- und Musikerviertel einbringen zu dürfen – erfolglos – es gibt für diese Ideen und eine Gesamtplanung des Kulturkraftwerkes keinen Ansprechpartner der Landeshauptstadt Dresden.
Von ähnlichen Erfahrungen wissen seit mehr als 18 Monaten auch die Mitarbeiter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu berichten. Denn die Planungen zu deren Idee, für die Puppentheatersammlung im Zuge der Ansiedlung des Theater Junge Generation auf dem Kraftwerksareal auch eine damit vernetzte Lösung zu finden, sind ebenfalls weit fortgeschritten, in Kooperation mit der HTWK liegt die Phase der tiefgründigen Planungen schon lange zurück.
Da auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstellt sind, ist es nicht verwunderlich, wenn der Veröffentlichung dieser Tatsachen eine gewisse Zurückhaltung anheim ist – schließlich geht es um die Verwirklichung eines Vorhabens der Landeshauptstadt Dresden, welches nur flankiert werden soll durch diese Ergänzungen.
Das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ist weiterhin ebenfalls Träger weiterer Ideen – so ist auch die Ansiedlung des Kurzfilmfestivals als Kern der Intergration eines Fimclusteres der Kreativwirtschaft auf dem Areal nicht unerheblich von dessen größtem Förderer, dem SMWK, anhängig. In diesem Kotext steht natürlich auch die Frage, was die Stadt Dresden selbst zum Kernanliegen des Gesamtvorhabens beitragen kann – so sollte mindestens die Förderung der zeitgenössischen, bildenden Künste der Stadt neben dem Bau der Spielstätten für Staatsoperette Dresden und Theater Junge Generation einen Schwerpunkt haben. Dieser Idee wurde mit den Planungen, ein Zentrum der Dresdner Künste in Verbindung mit der Wiederbelebung des ehemaligen Heizhauses gemeinsam mit der DREWAG und der STESAD Sorge getragen.
Bereits im April 2011 gab es also eine Nutzungsskizze für das Areal des Kraftwerkes Dresden Mitte, welches alle Anforderungen sowohl von interessierten Kulturschaffenden als auch den Nutzern – nämlich der Dresdner Bevölkerung – beinhaltete: „Dresdens K – Frage“.
Diese Nutzungskonzeption war gemeinsam von Vertretern aller auf dem Areal ansässigen Kultureinrichtungen entwickelt und abgestimmt worden. Seither warten alle diese Beteiligten auf eine offizielle Weiterbearbeitung und Vernetzung dieser in jeder Hinsicht realistischen und realisierbaren, weil auch finanzielle hinterlegten Ideen.
Um diese einzelnen, aber auch die Gesamtidee eines so entstehenden Kulturkraftwerkes imGesamten zu erhalten und deren Umsetzung zu bewirken, entstand die Initiative „Kultur im Kraftwerk! Jetzt!“ vor wenigen Wochen spontan, als es durch den Vorstoß der CDU Stadtratsfraktion und der Kämmerei der Landeshauptstadt wieder einmal darum ging, den Neubau der Spielstätten für Staatsoperette und des Theater Junge Generation zu thematisieren. Wie heute bekannt ist, waren die Zusammenhänge zwischen der Förderung des Gesamtvorhabens mit achtstelligen Stadtumbau- und Denkmalschutzmitteln aber auch die Ansiedlungen der Landesinstitutionen bei der Gesamtbetrachtung außer acht gelassen worden.
Bis heute gibt es KEINEN zur Verfügung stehenden Ansprechpartner für eine Gesamtplanung eines Kulturkraftwerkes in der Landeshauptstadt Dresden. Kann sein, dass sich daran etwas ändert – genau daran arbeiten wir und genau deshalb benötigen wir alle Ihre Unterstützung.
Helfen Sie uns, sich und Dresden, ein Kulturkraftwerk zu errichten, dass diesen Namen verdient und damit das Ziel zu erreichen, welches die Allgemeinheit und die beauftragten Stadträte auch mit dem Beschluß zum Bau der Spielstätten von Staatsoperette Dresden und Theater Junge Generation auch beabsichtigt hatten.
Nähere Informationen zu den einzelnen Nutzungen erhalten Sie bei Interesse in den Auszügen aus Dresdens K Frage anbei.